Ein Weg zur Selbstfürsorge/Selfcare

Ein Weg zur Selbstfürsorge

Auf dieser Seite geht es um Selbstfürsorge. Stöbere gerne in Ruhe durch, mach die ein oder andere Übung und komme in die Reflektion. Weiter unten findest du auch jede Menge Beispiele. Viel Spaß!

Was ist eigentlich Selbstfürsorge?

Selbstfürsorge ist die Kunst, sich selbst das zu geben, was wir brauchen, um unser Wohlbefinden zu steigern und gesund zu bleiben. In der Erwachsenenwelt sind wir für unsere eigene Fürsorge verantwortlich, obwohl uns oft nur beigebracht wurde, wie wir uns versorgen (Essen zubereiten, Geld verdienen) aber nicht, wie wir uns wirklich umsorgen. Pausen und Selbstfürsorge galten lange als Zeichen von Faulheit, während Arbeit und Selbstlosigkeit hoch geschätzt wurden. Heute wissen wir, dass Ansehen und Ehre allein weder Glück noch Gesundheit bringen. Um ein erfülltes und gesundes Leben zu führen, brauchen wir nicht nur Versorgung, sondern auch Fürsorge.

Fällt mir Selbstfürsorge leicht?

Steht für mich Selbstfürsorge ganz oben in der Prioritätenliste oder gibt es Gedanken bzw. Glaubenssätze, die mich hindern?

Woran erkenne ich, wie es mir geht?

Um für mich selbst zu sorgen, muss ich erstmal erkennen, wann es mir wie geht.

Das klingt einfacher als es ist, denn viele von uns haben als Kinder vor allem gelernt, sich „nicht anzustellen“ und „sich zusammenzureißen“. 

Der Selbstcheck

Wir haben jetzt also deine persönliche Ampel des Wohlbefindens erstellt. 

Nun ist es wichtig, dass du im Alltag dich zwischendurch mal checkst, wo auf der Ampel du gerade bist. D.h. du solltest mind. 3 x am Tag kurz innehalten und dich fragen: 

Bin ich gerade auf grün (gut), gelb (mittelmäßig) oder rot (schlecht)? 

Das Prinzip des Ausgleichs

Selbstfürsorge kann man schnell mit Pause verwechseln. Pause ist ein wichtiger Teil von Selbstfürsorge, aber auch Pause ist nicht gleich Pause… 

Alles in uns mag Balance. Jemand, der 5 Stunden auf dem Bau gearbeitet hat, braucht eine andere Pause als jemand, der 5 Stunden am PC gearbeitet hat. Jemand,  der den ganzen Tag mit Menschen gesprochen hat, braucht etwas anderes als jemand, der den ganzen Tag allein war (Achtung, hier kommen auch Persönlichkeitsmerkmale dazu, siehe weiter unten). 

 

Die Faustregel ist: In der Selbstfürsorge sorge ich für all das, was in meinem Alltag zu kurz kommt UND ich flechte kleine gesunde Routinen ein, die mich gesund erhalten sollen. 

Was bin ich für ein Erholungstyp?

Neben dem Ausgleichsprinzip ist auch deine Persönlichkeit wichtig. Je nach deiner Persönlichkeit schöpfst du aus unterschiedlichen Quellen Kraft, während du anderes eher anstrengend findest. Manches erlebst du auch an manchen Tagen so und an anderen andersherum. 

Beispiele für angenehme Aktivitäten

Hier kommen Beispiele für Handlungen zur Selbstfürsorge. Sie sind in unterschiedlichen Kategorien gruppiert, aber natürlich passen viele auch in mehrere Kategorien. Wenn dir noch andere Beispiele einfallen, maile sie mir unbedingt, ich füge sie dann hinzu: info@koeln-beratung-coaching.de 

Wie viel Selbstfürsorge brauche ich?

Am besten plant man sowohl große (Urlaub), mittlere (mal einen Tag frei nehmen und stattdessen ins Café gehen), kleine (Essen vorkochen, Pausen am Tag) und Mini- angenehme Aktivitäten  (Selbstcheck + kleine Rituale wie Öl ziehen morgens) für sich ein. 

 

Es hat sich gezeigt, dass Pausen umso länger sein müssen, je länger man wartet, sie zu machen. Dabei steigt die benötigte Dauer eher exponentiell, nicht nur linear! D.h. hätten nach einer Stunde 3 Minute Pause für mich genügt, brauche ich nach 2 Stunden nicht 6 Minuten, sondern schon 9 Minuten.

Was wenn Selbstfürsorge nicht mehr ausreicht?

Wenn wir uns im roten (schlechten) Bereich aufhalten, kann es sein, dass Selbstfürsorge nicht mehr ausreicht. Dann müssen wir ein bisschen stärker regulieren. Das können wir durch Skills oder durch Hilfe von außen. 

 

Was sind Skills?

Skills sind Fertigkeiten, die helfen Spannungszustände zu regulieren. Sie helfen uns, uns wieder besser zu spüren (Dissoziationsstopp) und in der Folge auch uns besser regulieren zu können. 

Hilfe von außen: 

 

Ab einem bestimmten Punkt schaffen wir es nicht mehr, uns selbst zu regulieren.

Dann brauchen wir andere Menschen, die uns helfen, uns zu regulieren. 

 

Mögliche Hilfen von außen sind zum Beispiel: 

  • Gespräch mit Freund*innen/Verwandten
  • Selbsthilfegruppen www.selbsthilfenetz.de
  • Beratungsstellen
  • Therapeut*innen www.psychotherapiesuche.de
  • Notfallnummern
  • und ich natürlich :-)

Yara Ranft

Dipl.-Psychologin

Heilpraktikerin Psychotherapie

Systemische Therapeutin

Familientherapeutin (DGSF)

Traumafachberaterin

Pronomen: sie/ihr

Beratungspraxis Lindenthal

 

Klosterstraße 27

50931 Köln

 

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